Das Leben als Pilotin

Flug nach Honolulu

Unterwegs nach Honolulu hatten wir Turbulenzen. Das ist nichts Ungewöhnliches, doch für Passagiere, die selten fliegen, kann es zu Panikattacken führen. Es gilt darum, Ruhe zu bewahren und die Sensiblen zu beschwichtigen. Vor allem Kinder sind ängstlich, denkt man. Hier ganz anders als in Familienkutschen und Vans. Als das Flugzeug zittert über die Warmfront hinweg flog, wechselte die Mutter trotz Gurt-Gebot mit ihrem kleinen Sohn die Sitze. Er wolle nicht am Fenster sitzen, erklärte sich die Frau. Sie wird mein Alter gehabt haben. Der Junge war bestimmt schon vier Jahr. Da ich selbst noch keine Kinder habe, fällt mir das Schätzen schwer. Als der Junge im Sessel saß, legte ich ihm den Gurt um. Er betrachtete mich ängstlich und hielt den Arm seine Mutter. Man könne dort rausfallen, sagte er. „Wo?“ fragte ich den Jungen. „Wenn man sich nicht festhalten kann, fällt man aus dem Fenster raus.“, sagte der Junge bestimmt. Er hätte davon geträumt, verriet er mir weiter. Ich versuchte ihn zu beschwichtigen. „Das ist ganz dickes Metall, sehr viele Ingenieure haben an dem Flugzeug gebaut.“ „Schlaue Männer?“ „Genau, schlaue Männer.“ „Aber wenn die Fenster nun aufgemacht werden?“, wollte der Junge wissen. Die Mutter lächelte mir zu, und ich war neidisch nicht so ein niedliches Kind selbst zu haben. „Die Fenster kann man nicht aufmachen. Es gibt eine Lüftung, die genauso gut funktioniert wie ein Fenster im Haus. Die Fenster selbst kann man aber nicht aufmachen. Nach dem Landen, habe ich dem Jungen noch einmal über die Haare gestrichen. Er lachte als er in die Sonne blinzelte, sie schien im die Nase zu jucken. Das Haare war dick und weich. Meine High Heels schmerzten etwas. Noch den Rest der Passagier, danach konnte ich sie mir vom Fuß streifen.

28.3.13 11:26, kommentieren

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Das Meiste haben wir schon hinter uns gebracht

Hallo liebe Freunde,

Ich habe euch erst neulich von den Problemen mit meinen Eltern berichtet. Nun haben wir das Meiste hinter und gebracht und ich bin einigermaßen erleichtert. Ja, eigentlich bin ich sogar sehr erleichtert. 

Die OP meiner Mutter haben wir schon hinter uns gebracht und die war ehrlich gesagt auch der wichtigste Teil. Danach folgte auch noch Reha im Krankenhaus. Nach der Entlassung vom Krankenhaus folgte natürlich auch die Physiotherapie zu Hause. Es ist alles gut gelaufen und sie kann sich gut bewegen. Sie hat noch nicht ihre ganze Bewegungsfreiheit zurück, aber es ist wenigstens viel besser geworden als zuvor. Auch meinem Vater geht es schon mal besser. Erheblich besser. Ich denke, er ist auch teilweise erleichtert, da es mit meiner Mutter wieder voran geht. Und seit dem er sich über sie weniger Sorgen machen muss, denke ich, dass er selber sich von seinen Gesundheitsproblemen schneller erholen kann.

Ich bin meinem Freund sehr dankbar, dass er sich die Zeit genommen hat und meine Eltern so liebevoll umsorgt hat. Meine Mutter war von ihm total begeistert. Sie hat mir erzählt, dass er sich total viel Mühe gegeben hat und die ganze Zeit sehr geduldig und aufmerksam gewesen ist. Er hat all ihre Wünsche berücksichtigt und war sehr liebevoll auch zu meinem Vater. ich denke schon fast, er hat sie zu sehr verwöhnt. Aber vielleicht hat es meiner Mutter auch gebraucht, damit sie nicht so sehr an die OP und den Beinbruch denken muss. Ich bin froh, dass es meinen Eltern nun wieder besser geht. Durch den Einsatz von meinem Freund musste ich mir auch nicht frei nehmen, um für meine Eltern da sein zu können. Ich finde, er hat sich sehr viel Mühe gegeben. Es ist schon fast, als wären wir eine richtige Familie.

13 Kommentare 12.10.11 13:32, kommentieren

Probleme mit den Eltern

Ich bin gerade hin und hergerissen. Meine Mutter hat sich das Bein gebrochen. Es ist ein schlimmer Bruch und sie wird eine Weile im Krankenhaus bleiben müssen. Dort wird sie demnächst operiert und bleibt auch nach der OP eine Zeit lang drin. Ich habe noch nicht ganz verstanden, wie das alles passieren konnte und wie genau die Behandlung nun laufen wird. Aber auf jeden Fall habe ich begriffen, dass meine Familie mich gerade braucht. Mein Vater kann meine Mutter nicht alleine versorgen, weil er selber erkrankt ist. Und da bin ich natürlich gefragt.


Aber ich weiß nicht, was ich machen soll. Um meine Eltern wirklich unterstützen zu können, müsste ich eine Weile zu Hause bleiben. Denn aus der Entfernung kann ich ihnen in keiner Weise helfen. Die Frage ist nur, wie ich alles mit der Arbeit anstellen soll. Ich meine, ich bin ja durch meinen Beruf die meiste Zeit weg. Ich kann mir also schlecht frei nehmen, um bei der Familie zu sein.

Mein Freund hatte eine tolle Idee und ich glaube, sie wird die beste Lösung des Problems sein. Zumindest ist mir erstmal nichts anderes eingefallen. Er hat mir vorgeschlagen, dass ich erstmal ganz normal weiter arbeite. Zumindest so lange Mutter im Krankenhaus ist. Denn da wird sie ja vom Personal versorgt. Das bedeutet, sie braucht in dieser Zeit meine Hilfe nicht so akut. In dieser Zeit soll ich also ganz normal weiter arbeiten und mein Freund hat mir versprochen, er würde meine Mutter im Krankenhaus besuchen. Und auch nach meinem Vater will er sehen. Und wenn meine Mutter entlassen wird, können wir uns Gedanken darüber machen, wie ich meinen Eltern zu Hilfe gehen kann. Auch wenn ich die Idee von meinem Freund ganz gut finde, dass er nach meinen Eltern sieht, weiß ich nicht, ob ich ihm das zumuten will... 

5 Kommentare 11.9.11 13:29, kommentieren

Beruf und Beziehung

Ich bin gerade am Überlegen, wie viele Opfer ich für meinen Beruf gebracht habe. Ich habe einen Kredit aufgenommen, ich habe mich einer harten Ausbildung unterzogen. Ich habe auch meine Beziehung total vernachlässigt. Ich habe das alles gemacht, weil ich meinen Beruf auch sehr liebe.

Aber auch wenn man seinen Beruf so sehr liebt, leidet man schon darunter, wenn nicht alles in seinem Privatleben funktioniert. Ich zumindest leider darunter. In letzter Zeit vermisse ich meinen Freund immer mehr.

Natürlich liegt es nicht nur an meine Arbeit, dass ich meinen Freund kaum sehe. In letzter Zeit sehe ich ihn kaum noch, weil er immer wieder auf Geschäftsreisen ist. Früher war ich diejenige, die kaum zu Hause war. Und nun ist er auch immer öfters weg und ich spüre das auch. Ich fange auch langsam an zu realisieren, dass er in der ganzen Zeit, wo ich gearbeitet habe, auch wirklich Opfer gebracht hat. Ich meine, er hat immer zu Hause auf mich gewartet und meine Abwesenheit einfach hingenommen. Er hat zwar schon ab und zu mal gemeckert. Aber eigentlich kann ich ihn jetzt, wo ich zu Hause auf ihn warten muss, auch besser verstehen.

Ich habe mir also in letzter Zeit über all das Gedanken gemacht. Aber trotzdem habe ich immer noch keinen Weg aus der Situation gefunden. Wir beide lieben schließlich unsere Jobs und arbeiten auch viel. Und deswegen leidet unsere Beziehung darunter. Aber wir können es kaum ändern, da wir eben nichts verändern wollen, in Bezug auf die Arbeit meine ich.

Ich denke also, dass wir beide auch in Zukunft sehr häufig auf einander verzichten werden müssen. Auch wenn es uns nicht passt, haben wir erstmal keine andere Lösung.

7 Kommentare 11.8.11 04:22, kommentieren

Barcelona

Hallo Leute,

Ich will euch von meiner Zeit in Barcelona unbedingt berichten.

Mein Freund hat es irgendwie organisiert und konnte mitfliegen. Ich fand es natürlich sehr schön, denn ich habe mich schon sehr lange nach mehr Zeit mit ihm gesehnt. Wir hatten ein sehr schönes Hotel und tolles Wetter. Wir haben uns viel Zeit für einander genommen. Und auch, um uns zu erholen. Wir konnten lange schlafen, haben immer lecker gefrühstückt und hatten dann einen tollen Start in den Tag.



Mein Freund hat mir eine große Freude gemacht und war mit mir schoppen. Ich habe es mir schon so lange gewünscht, aber er hatte so gut wie nie Zeit, mal mitzukommen. Und in Barcelona hat es dann endlich geklappt. Wir haben für mich sehr schöne Kleider und Schuhe gekauft. Ich habe mir außerdem mehrere Handtaschen gekauft. Nicht, dass ich so viel Freizeit habe und meine Klamotten häufig tragen könnte. Aber trotzdem finde ich es schön, mit meinem Freund Klamotten zu kaufen. Denn dann suche ich mir auch Sachen aus, die ihm gut gefallen. Ich freu mich dann immer, wenn ich seine Blicke sehe. Ich richte mich bei meiner Kleidung natürlich nicht nur nach ihm, aber ich finde es schön, wenn ich weiß, dass er das eine oder andere Kleid ganz besonders mag.

Wir haben auch viel Zeit draußen verbracht. Wir sassen in der Sonne, tranken leckeren Kaffee, assen Paella. Ich weiß nicht warum, aber Paella schmeckt mir immer in einem bestimmten Restaurant in Barcelona am besten. Deswegen habe ich die Chance genutzt und dort Unmengen von Paella verdrückt.  

Nun ist die Zeit in Barcelona vorbei und wir beide arbeiten wieder.

6 Kommentare 4.7.11 13:17, kommentieren

Das setzt uns beiden zu

Ich hatte gerade eine kurze Pause zu Hause und nun kann es auch mit der Fliegerei weiter gehen.

Mein nächster Flug geht in ein Paar Tagen nach Barcelona. Ich muss dann ein Paar Tage dort bleiben. Das freut mich natürlich, weil ich denke, dass das Wetter dort schön sein wird. Ich kann dringend mehr Sonne gebrauchen. Klar wird es auch hier in Deutschland wieder wärmer. Aber es ist trotzdem nicht genug für mich. Mir wäre es lieber, wenn es bei uns in Deutschland so warm wäre wie in den südlichen Länder Europas. Ich weiß natürlich, dass das nicht so einfach ist. Trotz globaler Erwärmung ist es mir klar, dass es hier in Deutschland nicht so schnell wärmer werden kann.



Ja, Barcelona ! Ich freu mich schon drauf. Es wäre eigentlich sehr schön, wenn mein Freund mitfliegen könnte. Dann hätten wir dort etwas mehr Zeit für uns. Fast mehr, als wenn wir zu Hause sind. Ich merke langsam, wie sehr ich darunter leide, dass ich so wenig Zeit mit ihm verbringe. Ich sehne mich langsam nach mehr Zeit mit ihm. Er hat mir gesagt, dass er sich auch wünscht, dass wir wieder eine Weile zusammen sind. Durch meine Fliegerei und durch seine Geschäftsreisen in Österreich haben wir kaum Zeit für einander. Und das gefällt uns beide scheinbar nicht mehr. Ich habe immer gewusst, dass es nicht einfach sein würde, meinen Job mit einer Beziehung zu kombinieren. Aber ich hätte echt nie gedacht, dass es so schwer sein würde. Mein Freund ist zwar nicht mehr eifersüchtig. Aber trotzdem setzt es uns beiden zu, wenn wir über längere Zeit von einander getrennt sind. 

5 Kommentare 17.6.11 16:10, kommentieren

Was mir gut tut

Nun habe ich es fast geschafft, mich auszukurieren. Ich weiß nicht, warum ich so oft krank werde. Ich wurde früher niemals krank und nun bin ich zum zweiten Mal in nu Paar Monaten erkältet. Ich vermute mal, dass sich der ganze Stress, den ich durch meinen Beruf habe, nun langsam bemerkbar und mich krank macht. Oder ich habe mir einfach einen Infekt eingefangen. Wer weiß... Mein Freund meinte, ich solle besser auf mich acht geben. Ich soll mehr schlafen, ich wieder gesund ernähren und mich vielleicht etwas weniger über Vorkommnisse auf der Arbeit ärgern. Und vor allen Dingen meinte er, ich soll wieder öfters in die Sauna gehen. Er ist sich ziemlich sicher, dass ich öfters mal krank werde, weil ich mir nicht mehr die Zeit für meine Saunabesuche nehme. Früher habe ich das regelmäßig getan und es ging mir dabei immer wunderbar. Ja, wirklich. Und jetzt... mache ich das einfach nicht mehr. Ich weiß nicht mal, warum ich mir die Zeit nicht mehr nehme. Ich habe das Gefühl, dass ich irgendwie schlechter organisiert bin. Das muss ich doch ändern!

Das Gute an der Zeit zu Hause war, dass ich mich nicht nur von der Erkältung sondern auch vom ganzen Stress erholen konnte. Es war alles in einem eine schöne Zeit. Und auch mein Freund kam irgendwann zurück aus seiner Geschäftsreise. So hatten wir wieder etwas Zeit für einander. Was mir immer sehr gut. Dabei hatten wir uns in der Zeit kaum gesehen.

Ich denke, ich gehe morgen wieder in die Sauna. Das wird mir wieder etwas Kraft für die Arbeit geben. Hoffentlich!

9 Kommentare 19.4.11 13:06, kommentieren